Es ist so weit. Nach 7 Jahren verabschieden wir uns von der Wiesbadener Hütte. Vor allem und zuallererst bei unseren vielen Stammgästen und Gästen möchten wir uns für diese Zeit herzlich bedanken. Ebenfalls ein herzliches Dankeschön gilt der Sektion Wiesbaden für das Vertrauen, diese Haus in unsere Hände zu geben und für die über weite Strecken angenehme Zusammenarbeit.
Die Hütte liegt ja sehr zentral, an der Wasserscheide zwischen Donau und Rhein, zwar politisch in Vorarlberg aber auf Tiroler Almgrund der Gemeinde Galtür. Insoferne hatten wir auch immer mit beiden Seiten zu tun, vielen Dank für die großartige und entgegenkommende Unterstützung und reibungslose Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Bürgermeistern, Tourismusverbände, Bergführern, Bergrettungsortstellen, Lawinenkommissionen, allen verlässlichen und professionellen Lieferanten, Handwerkern und sonstigen Institutionen.
Zuletzt, „Last but sicherlich not Least“, auch ein herzliches Dankeschön an unsere meist langjährigen Mitarbeiter, die mit mir den Laden geschmissen haben.
Es hat lange gedauert neue Pächter zu finden, manche Kandidaten sind wieder abgesprungen. Wir hatten zwar angeboten die Hütte noch ein Jahr weiterzuführen falls sich tatsächlich niemand findet, aber Anfang Mai war es dann so weit und die Nachfolge wurde fixiert. Die neuen Pächter sind Petra Füruter und Marco Schiechtl aus dem Pitztal. Sie haben schon einige Hüttenerfahrung und werden sicher noch ausführlich vorgestellt. Frischer Wind, Alles Gute und viel Erfolg!
Ich wurde oft gefragt was die Gründe sind hier heroben aufzuhören. Letztlich gibt es nicht einen bestimmten Grund sondern mehrere Faktoren. Wir waren in einer turbulenten Zeit hier heroben zuständig. War anfangs der Winterzustieg das Thema kam dann kurz nach Pachtübernahme Corona. In den letzten Jahren hat dann die Sperre der Vorarlberger Seite der Silvrettastraße alles überschattet. Dazu kamen anfangs massive Probleme und Differenzen wegen der Hüttenkläranlage.
Ausschlaggebend sind aber persönliche Gründe die jetzt die Entscheidung für das Aus auf der Hütte begründen. Ich will mehr Zeit mit der Familie und Kindern verbringen und ich habe auch andere Pläne die ich umsetzen will, aber für die neben so einer großen Hütte kein Raum, keine Zeit und keine Energie übrig ist. Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, aber: „Man soll aufhören wenn es am schönsten ist!“. Ob es noch einmal eine andere Hütte wird wurde ich oft gefragt – vielleicht, aber wenn eine Spur kleiner oder nur mehr mit einer Saison, es gibt da noch nichts Konkretes.
Bei Allen denen wir es nicht recht machen konnten, oder denen wir sonst in irgendeiner Weise auf den Schlips getreten sind möchte ich zwar nicht pauschal um Entschuldigung bitten, aber doch sagen, dass es mir leid tut. Allen recht getan ist eine Kunst die Niemand kann, in diesem Sinne: Bitte um Verständnis, dass manchmal bei all dem andauernden Trubel auch einmal Etwas – vor allem in der Kommunikation – daneben gehen kann.
Wir übergeben geordnet einen gut gehenden Betrieb, mit vielen Stammgästen aus Nah und Fern – in diesem Sinne:
Es war sehr schön, es hat Spass gemacht.
Dankeschön, Bergheil, und vielleicht: auf Wiedersehen!
Emil und Tina, Jonas
und die ganze Familie Widmann

