Aktuelle Bedingungen II Fotos und FAQ

Einige Fotos aus dem Gebiet von gestern, dem ersten schönen Tag (Do, 26. Feb):

Ochsental vom Vermuntpass

Blick vom Vermuntpass zurück ins Ochsental mit dem hohen Rad (Bildmitte), die Hütte ist rechts unterhalb des markanten Felsens (Hüttenklettergarten)

Blick ins Engadin

Blick vom Vermuntpass nach Süden ins Engadin in Richtung Tuoi Hütte – deutlich weniger Schnee als im Norden

Abfahrt vom Vermuntpass Richtung Hütte, man sieht die starke Setzung, der breite Schi sinkt nur mehr minimal ein.

Blixk zurück unterhalb der Ochsenscharte, im Hintergrund Silvrettahorn, Schneeglocke, Schattenspitz. Man beachte die geländeangepasste Spuranlage.

 

Blick von der Ochsenscharte ins Jamtal – schaut auch gut aus.

Abfahrt von der Ochsenscharte.

Die Schneebeschaffenheit kennt man als Hüttenwirt ansonsten hauptsächlich vom Schneeräumen oder in unserem Fall von der Wegpräparierung. Gestern sind wir dabei durch die steileren Hänge unterhalb der Hütte gefahren, vorher war da heuer viel zu wenig Schnee. Man kann das wohl als „große Zusatzbelastung“ bezeichnen. Ergebnis: es war in diesem Bereich alles stabil.

Häufige Fragen: FAQ

Ist die Vermuntbahn geöffnet: Ja

Ist der Zustieg von Galtür möglich: Ja – wurde gestern alles vom Loipengerät präpariert und heute Do freigegeben

Ist der Zustieg ab Bielerhöhe geöffnet:Der Zustieg ab Bielerhöhe befindet sich im alpinen Bereich und wird nicht gesperrt oder geöffnet. Er liegt immer in der Eigenverantwortung.

Welcher Zustieg ist der Beste: Von der Bielerhöhe gibt die drei Möglichkeiten: Seeseite West und Ochsental, Seeseite Ost und Ochsental, sowie Bieltal. Von meiner Seite gibt es keine klare Präferenz, es hängt von verschiedenen Faktoren (z.B. Tageszeit, Exposition) ab. Bei Unsicherheit am Besten Entscheidung vor Ort.

Ist der Zustieg durch das Bieltal, über den Radsattel, möglich:

Ja. Der Zustieg durch das Bieltal ist möglich, länger und vielleicht schöner als am See entlang, aber man geht eigentlich im Winter nicht über den Radsattel – steiles Gelände –  sondern weiter südlich zum „Bieltaljoch“. Für diesen Zustieg ist auch eine gewisse Erfahrung und Orientierungsfähigkeit nötig, da die Hütte hinter dem Joch etwas versteckt liegt und man Sie von oben erst sehr spät sieht. Es gibt auch meist viele Spuren die aber nicht alle zur Hütte führen, manche führen in die Irre.

Welche Touren sind möglich?

Ich denke es sind jetzt wieder alle üblichen Touren möglich. Sie werden jetzt an diesem kommenden Wochenende auch (fast) alle gemacht werden, dann sind auch wieder die Grate gespurt. Wo man sehr aufpassen sollte sind steile schattige Sachen, das generelle Altschneeproblem in der heurigen Saison sollte man auch immer irgendwo im Hinterkopf haben (Abstände, auch bei der Abfahrt, sichere Haltepunkte).

Wir kommen am x. März, wie schaut es mit der Lawinensituation aus?

Stopp! Es macht jetzt keine Sinn nach der ganzen Aufregung über eine Lawinensituation von irgendwann zu sprechen. Aktuell (26.2) haben wir offiziell Stufe drei und wenn die Witterung so weitergeht haben wir über 2000 m die nächsten Tage eher eine weitere Entspannung. Alles was später kommt muss man dann schauen.

Aktuelle Bedingungen Ende Februar 2026

 

So schauts aus da heroben!

prachtvolles Panorama der winterlichen Silvretta

Der „große Schneefall“* ist vorbei. Die Berge präsentieren sich im prächtigen Winterkleid bei strahlendem Sonnenschein. Die letzten Tage (Stand 25.2)  waren ganz Wenige im Gelände unterwegs, die Lawinenstufe war hoch, dementsprechend gilt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Die gute Nachricht: Mit der Wetterbesserung, allgemeinen Erwärmung und der weiteren Setzung der Schneedecke wird es in den nächsten Tagen tendenziell wieder sicherer. Die Prognose verspricht ausgezeichnete Bedingungen und grandiose Schitourentage.

meteoblue sagt:

Was kann der Hüttenwirt berichten? Vor dieser letzten Schneefallperiode hatten wir ganz wenig Schnee, da waren die Steine überall heraußen, ein Schifahren war nur eingeschränkt und mit großer Vorsicht möglich. Nun sind wir bei einer normalen Schneemenge für den Winter angekommen – das ist positiv!

Am brisantesten war es sicher Ende der letzten Woche, da gab es über mehrere Tage verteilt lockeren Schnee mit Windverfrachtung. Dementsprechend gab es da an einigen Steilhängen Selbstauslösungen (meist klein bis mittel). Am letzten Wochenende (22. 2.) gab es dann das erste Mal Wetterbesserung mit Erwärmung, es kam da schon zu einer gut spürbaren Setzung der Schneedecke.  

An solchen Tagen sitzt man viel am Hüttentelefon, die Leute fragen nach, wie und ob es geht. Man muss halt auch die Touren unter Umständen an die Bedingungen anpassen – die flachen Sachen auf die Jöcher sind meist unproblematisch, bei den Gipfeln mit steileren Flanken und den verschneiten Graten wird es vielleicht 2-3 Tage länger dauern bis es sinnvoll machbar ist. Aber Bitte!, Leute!,  wenn die Buchung Mitte März ist, dann macht es einfach keinen Sinn jetzt, 3 Wochen davor!,  schon die zukünftige Lawinenlage zu besprechen.

Also Hirn einschalten, es geht jetzt dann schon wieder. Ich beobachte Folgendes: Nach so einer Periode sind die Leute ganz übervorsichtig, sobald die Masse dann wieder läuft ist es dann schmerzbefreit und dann geht plötzlich wieder Alles, da denkt man dann oft überhaupt nicht mehr nach. – Solange bis sich die Lage wieder ändert und nach den ersten Unfällen das Thema wieder in den Medien ist. Da wäre vielleicht ein kleiner Ausgleich angebracht. 

*  habe „großer Schneefall“ in Anführungszeichen gesetzt, weil früher war das normal dass es über 2 Wochen verteilt durchgehend immer wieder 10 – 30 cm Schnee gegeben hat.