
prachtvolles Panorama der winterlichen Silvretta
Der „große Schneefall“* ist vorbei. Die Berge präsentieren sich im prächtigen Winterkleid bei strahlendem Sonnenschein. Die letzten Tage waren ganz Wenige im Gelände unterwegs, die Lawinenstufe war und ist hoch, dementsprechend gilt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
Die gute Nachricht: Mit der Wetterbesserung, allgemeinen Erwärmung und der weiteren Setzung der Schneedecke wird es in den nächsten Tagen tendenziell wieder sicherer. Die Prognose verspricht sehr Bedingungen und grandiose Schitourentage.
meteoblue sagt:
Was kann der Hüttenwirt berichten? Vor dieser letzten Schneefallperiode hatten wir ganz wenig Schnee, da waren die Steine überall heraußen, ein Schifahren war nur eingeschränkt und mit großer Vorsicht möglich. Nun sind wir bei einer normalen Schneemenge für den Winter angekommen – das ist positiv!
Am brisantesten war es sicher Ende der letzten Woche, da gab es über mehrere Tage verteilt lockeren Schnee mit Windverfrachtung. Dementsprechend gab es da an einigen Steilhängen Selbstauslösungen (meist klein bis mittel). Am letzten Wochenende (22. 2.) gab es dann das erste Mal Wetterbesserung mit Erwärmung, es kam da schon zu einer gut spürbaren Setzung der Schneedecke.
An solchen Tagen sitzt man viel am Hüttentelefon, die Leute fragen nach, wie und ob es geht. Man muss halt auch die Touren unter Umständen an die Bedingungen anpassen – die flachen Sachen auf die Jöcher sind meist unproblematisch, bei den Gipfeln mit steileren Flanken und den verschneiten Graten wird es vielleicht 2-3 Tage länger dauern bis es sinnvoll machbar ist. Aber Bitte!, Leute!, wenn die Buchung Mitte März ist, dann macht es einfach keinen Sinn jetzt, 3 Wochen davor!, schon die zukünftige Lawinenlage zu besprechen.
Also Hirn einschalten, es geht jetzt dann schon wieder. Ich beobachte Folgendes: Nach so einer Periode sind die Leute ganz übervorsichtig, sobald die Masse dann wieder läuft ist es dann schmerzbefreit und dann geht plötzlich wieder Alles, da denkt man dann oft überhaupt nicht mehr nach. – Solange bis sich die Lage wieder ändert und nach den ersten Unfällen das Thema wieder in den Medien ist. Da wäre vielleicht ein kleiner Ausgleich angebracht.
* habe „großer Schneefall“ in Anführungszeichen gesetzt, weil früher war das normal dass es über 2 Wochen verteilt durchgehend immer wieder 10 – 30 cm Schnee gegeben hat.

